Zahnersatz im Direktversand an Praxiskunden
Direktversand an Zahnarztpraxen bedeutet: der Zahnersatz geht vom Lohnfertiger oder Zentrallager direkt zur Praxis – ohne Zwischenstation im Labor. Für Labore, die große Praxisnetzwerke bedienen, ein interessantes Effizienzmodell.
Wie Direktversand im dentalen Kontext funktioniert
Das Labor bestellt beim Lohnfertiger, gibt aber die Praxisadresse als Lieferadresse an. Der Lohnfertiger versendet direkt, das Labor koordiniert und kontrolliert. Das spart Handling im Labor, reduziert Lieferzeiten und senkt Logistikkosten. Voraussetzung: Qualitätskontrolle muss angepasst werden, da die Ware das Labor nicht passiert.
Was das für die Qualitätskontrolle bedeutet
Wenn die Ware direkt zur Praxis geliefert wird, verlieren Sie die Möglichkeit der Eingangskontrolle im Labor. Entweder delegieren Sie die Prüfung an die Praxis (mit klaren Reklamationsprozessen), oder Sie bauen eine stichprobenartige Wareneingangskontrolle ein, bei der gelegentlich Teile direkt an Sie geliefert werden.
Rechtliche Aspekte
Sie bleiben als beauftragtes Labor Inverkehrbringer – auch wenn die Ware das Labor nie passiert. Konformitätsdokumentation, Lieferantenkvalifikation und Reklamationsverantwortung liegen weiterhin bei Ihnen.
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Häufige Fragen
Kann ich als Labor die Qualitätskontrolle bei Direktversand gewährleisten?
Ja, durch eine Kombination aus Lieferantenqualifizierung, stichprobenartige Kontrollen und klaren Reklamationswegen mit der Praxis.
Was passiert bei einer Reklamation beim Direktversand?
Die Praxis reklamiert bei Ihnen, Sie beim Lohnfertiger. Klären Sie diesen Prozess vertraglich im Vorfeld.
Eignet sich Direktversand für alle Produkte?
Besonders für standardisierte Serienprodukte. Individuelle Anfertigungen, bei denen Korrekturen wahrscheinlich sind, eignen sich weniger.
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