White-Label-Marge kalkulieren: was am Ende im Labor bleibt

White Label Marge im Überblick

Rund um White Label Marge stellt sich Dentallaboren vor allem eine Frage: Wie kalkulieren wir die Marge unter eigener Marke? Die folgenden Abschnitte ordnen White Label Marge Schritt für Schritt ein.

Ob White Label Marge sinnvoll ist, zeigt sich an Auslastung, Personal und Fertigungstiefe. Wer White Label Marge sauber plant, prüft Kapazität, Qualität und Kosten vor der ersten Bestellung. Die Antworten zu White Label Marge stützen sich auf die Abläufe bei get.dental. Bei Fragen zu White Label Marge hilft der Kontakt weiter.

Eigene Marke, eingekaufte Leistung

Die Differenz zwischen Einkauf und Verkauf ist noch keine Marge. Dazwischen liegen Betreuung, Prüfung, Portalpflege und Gewährleistung. Erst wenn Sie diese Posten benennen, trägt Ihre Preisstufe.

Beim Vertrieb unter eigener Marke verkaufen Sie eine Leistung, die Sie nicht selbst fertigen, aber vollständig verantworten. Diese Verantwortung hat einen Preis, und sie erscheint nirgends auf Ihrer Eingangsrechnung. Genau deshalb wird die White-Label-Marge häufig zu hoch angesetzt.

White-Label-Marge kalkulieren: die Rechnung von oben nach unten

  1. Ihr Verkaufspreis gegenüber dem Praxiskunden.
  2. Abzüglich Einkaufspreis inklusive Versandanteil je Einheit.
  3. Abzüglich Auftragsbearbeitung: Annahme, Bestellung, Rückfragen, Abrechnung.
  4. Abzüglich Prüfung und Dokumentation am Wareneingang.
  5. Abzüglich anteiliger Betreuung: Beratung, Schulung der Praxis, Support.
  6. Abzüglich Risiko: Nacharbeit, Ersatz, Kulanz, Terminverzug.
  7. Ergebnis: Deckungsbeitrag je Einheit.

Die Zeilen drei bis fünf sind der Unterschied zwischen Handelsspanne und Marge. In Summe erreichen sie bei betreuungsintensiven Kunden schnell einen zweistelligen Prozentanteil.

Was die Marge treibt

Treiber Wirkung Ihr Stellhebel im Labor
Menge je Praxiskunde Verteilt die Betreuungskosten Wenige Kunden intensiv statt viele sporadisch
Standardisierung des Sortiments Senkt Rückfragen und Prüfaufwand Klare Positionen statt Einzelfallpreise
Rückfragequote Frisst Zeit auf beiden Seiten Bessere Auftragsbeschreibung, feste Vorlagen
Nacharbeitsquote Direkter Margenverlust Partnerauswahl und Spezifikation
Zahlungsverhalten Bindet Kapital Konditionen und Mahnwesen
Portal- und Preispflege Fixer Aufwand je Monat Wenige, gut gepflegte Positionen
Mann mit Brille schreibt mit einem Stift auf ein Tablet

Preisstufen sauber trennen

Wenn Sie neben der eigenen Fertigung eine Eigenmarkenlinie führen, brauchen Sie zwei klar unterscheidbare Angebote. Sonst wandern Ihre Kunden von der teureren in die günstigere Linie, ohne dass Umsatz hinzukommt.

  • Unterschiedlicher Leistungsumfang nicht nur unterschiedlicher Preis: Material, Individualisierung, Lieferzeit, Beratungstiefe.
  • Eigene Bezeichnungdie im Gespräch trägt und nicht als Sparversion klingt.
  • Klare Indikationsempfehlungdamit die Auswahl fachlich begründet ist und nicht allein preislich.

Wie sich ein solcher Auftritt technisch umsetzen lässt, beschreibt der Vergleich White Label oder eigene Plattform.

Fehler, die Marge kosten

Vier wiederkehrende Muster
  • Pauschaler Aufschlag auf den Einkaufspreis. Ignoriert, dass Betreuungsaufwand nicht proportional zum Warenwert steigt.
  • Kostenlose Sonderwünsche. Einzeln klein, in Summe eine eigene Kostenstelle.
  • Preise, die zwei Jahre stehen. Einkaufspreise und Löhne bewegen sich, die Verkaufspreise nicht.
  • Keine Auswertung je Kunde. Ohne diese Zahl bleibt unklar, welche Ihrer Kunden die Linie tragen.

Welche Posten bei g.d WhiteLabel wegfallen

Einige Zeilen der Rechnung hängen davon ab, was Ihr Partner übernimmt. Bei g.d WhiteLabel laufen Fertigung, Versand und telefonischer technischer Support im Hintergrund, die Bestellstrecke steht als fertiges Portal in Ihrem Design bereit. Entwicklung, Hosting und Wartung eines eigenen Shops entfallen damit als Kostenblock.

In Ihrer Rechnung bleiben trotzdem Posten stehen: Preis- und Sortimentspflege, Beratung Ihrer Praxiskunden, Wareneingangskontrolle und Reklamationsabwicklung gegenüber der Praxis. Auf finalisierte Arbeiten gilt eine vertraglich auf fünf Jahre verlängerte Gewährleistung gemäß AGB. Das begrenzt den Risikoposten, setzt ihn aber nicht auf null.

Maßgeblich ist der Wortlaut: „Die Gewährleistungsfrist beträgt fünf Jahre ab Rechnungsdatum der Ware.“ (AGB der get.dental GmbH, § 7)

Wer die White-Label-Marge kalkulieren will, setzt Betreuung und Prüfung deshalb mit eigenen Minutenwerten an und streicht nur die Positionen, die tatsächlich beim Partner liegen.

Häufige Fragen

Eine allgemeine Zahl hilft wenig, weil Betreuungsintensität und Preisniveau regional stark abweichen. Aussagekräftig ist Ihr eigener Deckungsbeitrag je Einheit nach der Rechnung oben, verglichen über drei Monate und je Kundengruppe.

Nein, und danach wird auch selten gefragt. Verkauft wird eine Leistung mit Verantwortung, Beratung und Gewährleistung, nicht eine weitergereichte Ware. Transparenz gehört zur Leistungsbeschreibung, nicht zur Kalkulation.

Sie trifft Ihre Marge doppelt: durch interne Zeit und durch Terminverzug beim Kunden. Deshalb ist Ihre Auswahl des Fertigungspartners eine Margenentscheidung, keine reine Einkaufsentscheidung.

Vier wiederkehrende: ein zu enger Blick auf den Einkaufspreis, kostenlose Sonderwünsche, Preise, die zwei Jahre unverändert stehen, und die fehlende Auswertung je Kunde. Einzeln wirken sie klein, in Summe entscheiden sie darüber, ob Ihre Preislinie trägt.

Nächster Schritt

Für Zeile zwei brauchen Sie belastbare Einkaufspreise. Sortiment und Konditionen sind unverbindlich einsehbar.

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White-Label-Marge kalkulieren: Rechenweg in vier Schritten

Um die White-Label-Marge zu kalkulieren, gehen Sie in vier Schritten vor. Schritt 1: Einkaufspreis je Arbeit laut Ihren Konditionen im Kundenkonto. Schritt 2: Ihre eigenen Leistungen dazu, etwa Beratung, Farbnahme und Wareneingangsprüfung. Schritt 3: Ihre Gemeinkosten anteilig. Schritt 4: der Preis, den Ihre Praxen zahlen.

Die Differenz zwischen Schritt 4 und der Summe aus 1 bis 3 ist Ihre Marge. Rechnen Sie diese je Arbeit, nicht pauschal. Eine Vollzirkonkrone und eine Kombinationsarbeit haben sehr unterschiedliche Aufwände im Labor.

White-Label-Marge kalkulieren im Dentallabor
Kosten und Marge bei White Label prüfen

Planbare Zeiten sichern die Marge

Planbare Produktionszeiten helfen dabei, denn Nacharbeit und Eilaufträge kosten Marge. Bei get.dental liegen die Zeiten zwischen 8 und 12 Arbeitstagen. Eine Orientierung für die Einkaufsseite gibt der Fräskostenrechner, verbindlich sind die Konditionen in Ihrem Konto. Bei Kassenarbeiten begrenzt § 88 SGB V den Spielraum nach oben: Die vereinbarten Vergütungen sind Höchstpreise.

Wie Sie Lohnfertigung allgemein kalkulieren, zeigt Lohnfertigung kalkulieren. Welche Kosten Sie dabei oft übersehen, steht unter Kosten der Lohnfertigung bewerten. Wie Sie das Angebot Ihren Praxen zeigen, lesen Sie in Bestellportal für Praxiskunden. Das Modell beschreibt g.d WhiteLabel.

Das Wichtigste in Kürze

Die White Label Marge ergibt sich aus dem Verkaufspreis an die Praxis minus Zukaufpreis bei get.dental und minus interner Aufwand (Auftragsprüfung, Wareneingang). Mit g.d WhiteLabel übernimmt get.dental Auftragsannahme bis Rechnungsstellung im Namen des Labors, was den internen Aufwand senkt. Die Konditionen sieht das Labor im Konto; der Vertrag läuft über fünf Jahre.

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