Kapazitätsplanung in der Zahntechnik: externe Fertigung als Ventil

Kapazitätsplanung Zahntechnik im Überblick

Rund um Kapazitätsplanung Zahntechnik stellt sich Dentallaboren vor allem eine Frage: Wie planen wir Kapazität, wenn Aufträge schwanken? Die folgenden Abschnitte ordnen Kapazitätsplanung Zahntechnik Schritt für Schritt ein.

Ob Kapazitätsplanung Zahntechnik sinnvoll ist, zeigt sich an Auslastung, Personal und Fertigungstiefe. Wer Kapazitätsplanung Zahntechnik sauber plant, prüft Kapazität, Qualität und Kosten vor der ersten Bestellung. Die Antworten zu Kapazitätsplanung Zahntechnik stützen sich auf die Abläufe bei get.dental. Bei Fragen zu Kapazitätsplanung Zahntechnik hilft der Kontakt weiter.

Kapazität scheitert an Menschen, nicht an Maschinen

Wenn Sie erst auslagern, sobald der Termin wackelt, zahlen Sie Eilzuschläge und verlieren Ruhe im Team. Planbar wird es mit drei Kennzahlen, einem festen Rhythmus und vorher vereinbarten Eskalationsstufen.

Kapazitätsplanung in der Zahntechnik scheitert selten an fehlenden Werkzeugen. Sie scheitert daran, dass Auslastung als Gefühl verwaltet wird: Es ist viel, es ist ruhig, es wird eng. Diese drei Zustände reichen nicht, um rechtzeitig zu reagieren.

Auslastung messbar machen

Drei Kennzahlen genügen, und alle drei erheben Sie ohne neue Software.

  • Auftragseingang je Wochegetrennt nach Arbeitsart. Zeigt Trends, bevor sie im Auftragsbuch sichtbar werden.
  • Zugesagte Liefertermine je Wochekumuliert. Zeigt die tatsächliche Belastung der kommenden Tage.
  • Verfügbare produktive Stunden je Wochebereinigt um Urlaub, Fortbildung und erfahrungsgemäßen Ausfall.


Die dritte Zahl wird am häufigsten zu optimistisch angesetzt. Sinnvoll ist ein Abschlag, der aus Ihren Vorjahreswerten stammt und nicht aus der Planung.

Das Jahr hat ein Muster

Phase Typische Lage Sinnvolle Maßnahme
Jahresanfang Anlauf nach den Feiertagen, Terminvergabe füllt sich Testfälle mit dem Partner fahren, Abläufe einspielen
Frühjahr Gleichmäßige Auslastung Standardarbeiten dauerhaft verlagern, Prüfroutine festigen
Vor der Urlaubszeit Vorgezogene Behandlungen, hoher Termindruck Mengen vorab ankündigen, Puffer verdoppeln
Urlaubszeit Reduzierte Kapazität im eigenen Haus Grundlast extern absichern, intern nur Sonderfälle
Jahresende Spitze durch auslaufende Budgets und Termine Feste Kontingente, klare Annahmeschlusszeiten

Ein Planungsrhythmus, der hält

  1. Wöchentlich, zehn Minuten: zugesagte Termine der nächsten zwei Wochen gegen verfügbare Stunden legen.
  2. Monatlich, eine halbe Stunde: Auftragseingang je Arbeitsart auswerten, Abweichungen zum Vormonat benennen.
  3. Quartalsweise: Nacharbeitsquote, Termintreue und externe Mengen mit dem Partner besprechen.
  4. Jährlich: Arbeitsarten neu bewerten, Preise prüfen, Kalkulation aktualisieren.

Der wöchentliche Blick ist der wichtigste. Er kostet Sie wenig Zeit und verhindert die Situation, in der eine Auslagerung nur noch als Notlösung funktioniert.

Eskalationsstufen statt Bauchgefühl

Der Vorteil vorher festgelegter Stufen: Die Entscheidung fällt nicht unter Druck, sondern folgt einer Regel, die alle in Ihrem Team kennen. Welche Arbeitsarten auf die Liste gehören, ergibt sich aus der Bewertung, welche Arbeiten sich zum Auslagern eignen.

Für die Umsetzung ist entscheidend, dass Ihr Fertigungspartner die Mengen kennt. Kontingente, die angekündigt sind, werden zuverlässiger bedient als spontane Anfragen, und die Lieferzeiten lassen sich realistischer einplanen.

Drei Stufen, vorher festgelegt

  • Stufe 1, Auslastung im Zielbereich: nur die dauerhaft verlagerten Arbeitsarten laufen extern.
  • Stufe 2, Auslastung über Zielwert: zusätzlich alle Standardarbeiten einer definierten Liste, ohne Rückfrage.
  • Stufe 3, Termine gefährdet: zusätzlich Gerüstfertigung und Schienen, Annahme neuer Eilfälle wird begrenzt.

Feste Produktionszeiten machen Eskalationsstufen planbar

Eskalationsstufen funktionieren nur, wenn Sie wissen, wann die ausgelagerte Arbeit zurückkommt. Deshalb gehören die Produktionszeiten Ihres Partners in die Kapazitätsplanung. Bei get.dental sind sie je Arbeit festgelegt: 8 Arbeitstage für Vollzirkon, 9 für Brückengerüste, Primärteleskope und Stiftaufbauten, 11 für Kronen, Brücken, Provisorien, Modellguss und Totalprothesen, 12 für Kombinationstechnik.

Nachzulesen sind die Werte in der Tabelle Produktionszeiten von g.d FullFinished.

Mit diesen Werten lässt sich Stufe zwei konkret planen: Eine Arbeit, die heute in die externe Fertigung geht, ist nach Produktionszeit, Versand und Eingangsprüfung wieder im Labor. Liegt der Praxistermin davor, bleibt sie intern. Liegt er danach, darf Ihr Team sie ohne Rückfrage vergeben.

Weil es bei get.dental keine Mindestabnahme gibt, können Sie die Zusammenarbeit in ruhigen Wochen mit einzelnen Fällen einspielen und haben in der Spitze einen erprobten Weg.

Quellen

  1. Produktionszeiten von g.d FullFinished – get.dental GmbH

Häufige Fragen

Als Ausgangswert eignen sich zehn bis fünfzehn Prozent der wöchentlich verfügbaren Stunden, in Urlaubszeiten mehr. Wichtiger als die genaue Größe ist, dass Sie den Puffer nicht stillschweigend verplanen, sobald es eng wird.

Ja, wenn eine Arbeitsart dauerhaft Zeit bindet, die anderswo mehr Ertrag bringt. Zusätzlich hat eine eingespielte Zusammenarbeit den Vorteil, im Notfall sofort verfügbar zu sein. Wenn Sie erst bei Personalausfall beginnen, verlieren Sie die Anlaufzeit.

Wenn Ihre Eskalationsstufen definiert sind, greift Stufe drei sofort. Ohne Vorbereitung bleibt nur die Verschiebung von Terminen. Deshalb gehört zu jeder Planung eine Liste der Arbeitsarten, die Ihr Team kurzfristig ohne Rücksprache vergeben darf.

Offen und sachlich, am besten bevor es nötig wird. Für Arbeiten aus internationaler Fertigung bestehen zusätzlich Hinweispflichten, zusammengefasst unter Deklaration und Dokumentation.

Nächster Schritt

Kennzahlen stehen, Stufen sind definiert. Für Stufe zwei und drei brauchen Sie einen Partner mit planbaren Lieferzeiten.

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Kapazitätsplanung in der Zahntechnik für Urlaubszeiten

Urlaub, Krankheit und Saisonspitzen treffen jedes Labor. Gute Kapazitätsplanung in der Zahntechnik legt deshalb vorher fest, welche Arbeiten in solchen Wochen extern gefertigt werden.

Planen Sie rückwärts vom Praxistermin. Die Produktionszeit ist bekannt, zum Beispiel 8 Arbeitstage für Vollzirkon oder 11 für Modellguss. Dazu kommen Versand und Ihre Prüfung. So wissen Sie, bis wann ein Auftrag raus muss.

Kapazitätsplanung in der Zahntechnik für Urlaubszeiten
Auftragsspitzen im Dentallabor planen

Kapazitätsplanung im ruhigen Monat testen

Wer diese Regeln schon im ruhigen Monat testet, hat in der Spitze keinen Stress mit einem neuen Ablauf. Bestellt wird digital über das Portal. Auch bei externer Fertigung bleibt die Dokumentation der Sonderanfertigung nach Verordnung (EU) 2017/745 (MDR) Teil Ihrer Planung.

Wie Sie Lieferzeiten realistisch planen, zeigt Lieferzeiten in der Lohnfertigung. Den Einstieg beschreibt Lohnfertigung im Dentallabor. Wie Sie die passende Fertigungstiefe finden, lesen Sie in Fertigungstiefe im Dentallabor bestimmen. Einsetzfertige Arbeiten finden Sie bei g.d FullFinished.

Das Wichtigste in Kürze

Kapazitätsplanung in der Zahntechnik wird mit Outsourcing berechenbar: Arbeitstypen mit festen Produktionszeiten in Arbeitstagen lassen sich fix einplanen – bei get.dental etwa Vollzirkon 8, Krone/Brücke 11, Kombinationstechnik 12 Arbeitstage. Gerüste (g.d SemiFinished) oder einsetzfertige Arbeiten (g.d FullFinished) werden nach Auftrag über das Bestellportal bestellt. So fängt das Labor Engpässe ab, ohne Personal aufzubauen.

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