Lieferzeiten in der zahntechnischen Lohnfertigung realistisch planen
Von Miguel Reis · get.dental GmbH · Aktualisiert am 7. Oktober 2026
Lieferzeiten Lohnfertigung im Überblick
Rund um Lieferzeiten Lohnfertigung stellt sich Dentallaboren vor allem eine Frage: Mit welchen Laufzeiten kalkulieren wir sicher? Die folgenden Abschnitte ordnen Lieferzeiten Lohnfertigung Schritt für Schritt ein.
Ob Lieferzeiten Lohnfertigung sinnvoll ist, zeigt sich an Auslastung, Personal und Fertigungstiefe. Wer Lieferzeiten Lohnfertigung sauber plant, prüft Kapazität, Qualität und Kosten vor der ersten Bestellung. Die Antworten zu Lieferzeiten Lohnfertigung stützen sich auf die Abläufe bei get.dental. Bei Fragen zu Lieferzeiten Lohnfertigung hilft der Kontakt weiter.
Was hinter einer Lieferzeit in Arbeitstagen steckt
Die Fertigungszeit ist selten das Problem. Es sind die Tage davor und danach: Datensatz prüfen, Rückfrage klären, Versand, Eingangskontrolle. Wenn Sie sie mitrechnen, sagen Sie Termine zu, die halten.
Wenn ein Labor eine Lieferzeit von wenigen Arbeitstagen liest, denkt es an die Zeit von der Bestellung bis zur Ankunft. Der Fertiger meint häufig die Zeit von der freigegebenen Konstruktion bis zur Übergabe an den Versand. Diese Lücke erzeugt die meisten Terminkonflikte, und sie lässt sich mit einem Satz schließen.
Die Etappen einer Lieferzeit
| Etappe | Was passiert | Wer beeinflusst sie |
|---|---|---|
| Auftragsvorbereitung | Datensatz prüfen, Anweisung schreiben, bestellen | Ihr Labor |
| Klärung | Rückfragen zu Datensatz, Material, Endzustand | Beide, abhängig von der Beschreibung |
| Fertigung | Konstruktion, Fertigung, Ausarbeitung, Endkontrolle | Der Fertigungspartner |
| Versand | Verpackung, Transport, Zustellung | Dienstleister, abhängig von Versandart |
| Eingang und Freigabe | Prüfung, Dokumentation, Freigabe zur Weitergabe | Ihr Labor |
| Interne Restarbeit | Verblendung, Anpassung, Fertigstellung | Ihr Labor, nur bei Halbfertigerzeugnissen |
Zusagen gegenüber der Praxis
Eine belastbare Zusage nennt ein Datum, keine Zeitspanne. Zeitspannen werden in der Praxis als kürzest möglicher Wert gelesen und im Terminbuch entsprechend eingetragen.
Bewährt hat sich, dass Sie den Termin aus der Summe der Etappen bilden und einen festen Puffer ergänzen, statt eine Erfahrungszahl zu nennen. Das dauert einmal fünf Minuten je Arbeitsart und gilt danach für alle Fälle dieser Art.
Für den ersten Auftrag bei einem neuen Partner planen Sie großzügiger. Die Klärungsetappe ist am Anfang länger, weil sich Beschreibung und Erwartung erst einspielen. Die Auswahlkriterien dazu stehen unter Fertigungspartner auswählen.
Puffer richtig setzen
Puffer sind kein Zeichen von Misstrauen, sondern Teil der Planung. Problematisch sind nur unsichtbare Puffer, die jeder für sich einrechnet. Dann summieren sie sich, und die Durchlaufzeit wächst ohne erkennbaren Grund.
Wenn es trotzdem eng wird
- Frühzeitig ankündigen. Ein angekündigter Eilfall wird zuverlässiger eingeplant als einer, der unangekündigt eintrifft.
- Fertigungsgrad wechseln. Wenn Ihre Verblendung frei ist, kann ein Halbfertigerzeugnis schneller sein als eine fertige Arbeit.
- Teillieferung vereinbaren. Bei mehrgliedrigen Fällen kann der zeitkritische Teil vorgezogen werden.
- Termin verschieben, bevor er reißt. Zwei Tage vorher mit Begründung, nicht am Morgen des Behandlungstags.
Wiederholt sich der Engpass, ist er kein Terminproblem, sondern ein Kapazitätsproblem. Die Systematik dazu steht in der Kapazitätsplanung.
Drei Puffer, unterschiedlich begründet
- Klärungspuffer: ein Arbeitstag für Rückfragen, solange die Arbeitsart neu ist. Entfällt, sobald die Rückfragequote gegen null geht.
- Transportpuffer: abhängig von Versandart und Wochentag. Freitagsendungen brauchen mehr Reserve als Dienstagsendungen.
- Nacharbeitspuffer: abgeleitet aus Ihrer eigenen Beanstandungsquote. Bei einer von zwanzig Lieferungen mit Nacharbeit reicht ein Puffer im Einzelfall, nicht pauschal.
Beispielrechnung mit festen Produktionszeiten
Wie die Etappen zusammenkommen, zeigt eine Rechnung mit den Produktionszeiten von get.dental. Sie sind je Arbeit festgelegt:
- Vollzirkon: 8 Arbeitstage
- Brückengerüst, verblendetes Gerüst, Valplast, Primärteleskop, Stiftaufbau: 9 Arbeitstage
- Krone, Brücke, Provisorium, Modellguss, Totalprothese: 11 Arbeitstage
- Kombinationstechnik: 12 Arbeitstage
Quelle der Werte: Produktionszeiten von g.d FullFinished.
Für eine Vollzirkonkrone setzen Sie diese 8 Tage in die Etappe Fertigung ein. Davor steht Ihre Auftragsvorbereitung, danach folgen Versand sowie Eingang und Freigabe. Bei einem Gerüst kommt die interne Restarbeit hinzu. Die Summe plus Ihr fester Puffer ergibt das Datum, das Sie der Praxis nennen. Einmal je Arbeitsart aufgeschrieben, ersetzt diese Rechnung die Schätzung bei jedem einzelnen Auftrag.
Quellen
- Produktionszeiten von g.d FullFinished – get.dental GmbH
Häufige Fragen
Wie viele Arbeitstage sind für externe Fertigung realistisch?
Das hängt von Arbeitsart, Fertigungsgrad und Versandweg ab. Verlässlicher als eine allgemeine Zahl ist Ihre eigene Auswertung: Zusagedatum gegen Eingangsdatum, über zwanzig Aufträge. Danach kennen Sie die realistische Spanne für Ihr Labor.
Lohnt sich Expressversand?
Nur, wenn der Engpass tatsächlich im Transport liegt. Häufiger liegt er in der Klärungsetappe. Ein vollständiger Datensatz spart in der Regel mehr Zeit als ein schnellerer Versand, und er kostet nichts.
Wie werden Feiertage und Betriebsferien berücksichtigt?
Am besten einmal jährlich abfragen und in Ihrem Kalender vermerken, auf beiden Seiten. Regionale Feiertage am Fertigungsstandort werden regelmäßig übersehen und verschieben Termine um mehrere Tage.
Was tun bei häufigen Terminabweichungen eines Partners?
Zahlen sammeln statt Eindrücke sammeln: zugesagt gegen geliefert, über ein Quartal. Mit dieser Auswertung lässt sich das Gespräch sachlich führen, und sie zeigt auch, ob die Abweichungen an bestimmten Arbeitsarten oder Wochentagen hängen.
Nächster Schritt
Termine planen heißt, verlässliche Angaben zu haben. Lieferzeiten je Arbeitsart lassen sich unverbindlich einsehen.
Lieferzeiten in der Lohnfertigung je Arbeit
Die Lieferzeiten in der Lohnfertigung hängen vor allem von der Art der Arbeit ab. Bei get.dental sind die Produktionszeiten in Arbeitstagen festgelegt:
- Vollzirkon: 8 Arbeitstage
- Brückengerüst, verblendetes Gerüst, Primärteleskop, Stiftaufbau, Valplast: 9 Arbeitstage
- Krone, Brücke, Provisorium, Modellguss, Totalprothese: 11 Arbeitstage
- Kombinationstechnik: 12 Arbeitstage
Lieferzeiten mit Puffer planen
Zu den Produktionszeiten kommen Versand und Ihre Eingangsprüfung. Rechnen Sie diese Tage fest ein, wenn Sie der Praxis einen Termin nennen. Auch die Dokumentation der Sonderanfertigung nach Verordnung (EU) 2017/745 (MDR) braucht ihren Platz im Ablauf.
Wie Sie Engpässe im Labor damit abfangen, zeigt Kapazitätsplanung in der Zahntechnik. Wie Sie eingehende Arbeiten prüfen, steht unter Wareneingangskontrolle. Worauf Sie bei der Partnerwahl achten, lesen Sie in Fertigungspartner auswählen. Alle Arbeiten finden Sie bei g.d FullFinished.
Das Wichtigste in Kürze
Lieferzeiten in der Lohnfertigung Zahntechnik sind bei get.dental als Produktionszeiten in Arbeitstagen festgelegt: Vollzirkon 8; Brückengerüst, verblendetes Gerüst, Primärteleskop, Stiftaufbau und Valplast 9; Krone, Brücke, Provisorium, Modellguss und Totalprothese 11; Kombinationstechnik 12. Damit kann das Labor Termine mit der Praxis verbindlich planen. Der Auftrag wird digital über das Bestellportal erfasst.
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